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E-Books setzen sich langsamer durch als erwartet

Kioskea am Montag Juni 4, 2012 01:50:08


E-Book

Elektronische Bücher setzen sich bei Verbrauchern einer Studie zufolge langsamer durch als von der Branche erwartet. Elektronische Bücher und Lesegeräte stoßen weiterhin auf eine nur "geringe Nachfrage", bilanziert der Buchhandel. (Archivbild)

Elektronische Bücher setzen sich bei Verbrauchern einer Studie zufolge langsamer durch als von der Branche erwartet. Deutschlands Buchhandlungen rechnen damit, bis zum Jahr 2015 rund 3,5 Prozent ihres Umsatzes mit elektronischen Büchern zu machen, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte. Noch im vergangenen Jahr seien die Händler von einem Umsatzanteil von 9,2 Prozent ausgegangen. 2012 machen elektronische Bücher voraussichtlich 1,2 Prozent der Einnahmen aus.

Elektronische Bücher und Lesegeräte stoßen weiterhin auf eine nur "geringe Nachfrage", erklärte der Börsenverein. Deshalb sind auch die Erwartungen der Buchhandlungen an das neue Geschäftsfeld "gedämpft".

Bei den Lesegeräten werden künftig voraussichtlich Flachcomputer dominieren. 90 Prozent der befragten Experten in Verlagen gehen davon aus, dass künftig Tablet-PCs bei den Verbrauchern vorherrschen werden. Jedoch wird in der Buchbranche auch den speziellen E-Book-Lesegeräten - den sogenannten E-Readern - immer mehr Bedeutung beigemessen. 68 Prozent der befragten Experten gehen davon aus, dass diese sich bei den Verbrauchern durchsetzen. Vergangenes Jahr waren es demnach nur 54 Prozent. Die Bedeutung von PCs, Notebooks oder Smartphones für die E-Book-Lektüre habe hingegen abgenommen.

Insgesamt setzte der Buchhandel in Deutschland im vergangenen Jahr 9,6 Milliarden Euro um, wie der Börsenverein mitteilte. Dies entsprach einem Rückgang von 1,4 Prozent. Damit schrumpfte das Geschäft zum ersten Mal nach sieben Jahren Wachstum. Der Umsatz mit E-Books hingegen verdoppelte sich gegenüber 2010. Das wachsende Geschäft mit elektronischen Büchern habe aber den Umsatzrückgang insgesamt nicht auffangen können. Jedoch stehe das elektronische Buch mittlerweile "auf der Schwelle der Marktrelevanz". Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen GfK Verlage und Buchhändler.

© 2012 AFP

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