E-Book-Lesegerät Kindle jetzt auch in Deutschland zu haben

Kioskea am Mittwoch 7 Oktober 2009 à 14:54:16

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Das Online-Warenhaus Amazon bietet sein Lesegerät "Kindle" für elektronische Bücher jetzt auch weltweit an. Allerdings müssen die Geräte noch in den USA bestellt werden - außerdem sind bislang nur Bücher in englischer Sprache verfügbar. Das Bild zeigt Amazon-Chef Jeff Bezos mit einem "Kindle".

Das Internet-Versandhaus Amazon verkauft sein Lesegerät für elektronische Bücher nun auch weltweit. Das "Kindle" getaufte Gerät könnten Verbraucher ab sofort in rund 100 Ländern bestellen, darunter auch in Deutschland, teilte Amazon an seinem Firmensitz im kalifornischen Cupertino mit. Die Auslieferung beginne ab 19. Oktober, jedoch gebe es zunächst nur Bücher in englischer Sprache.

"Kindle funktioniert jetzt in hundert Staaten", sagte Amazon-Gründer Jeff Bezos der Nachrichtenagentur AFP. Bestellungen nimmt Amazon vorerst nur über seine US-Internetseite entgegen. Das Gerät wird dann aus den USA verschickt.

Der Kindle soll nach Angaben von Amazon außerhalb der USA 279 US-Dollar (rund 190 Euro) kosten. Zusammen mit Versandgebühren und Zoll müssen Käufer aus Deutschland nach Angaben des Computermagazins "c't" allerdings mit Gesamtkosten in etwa doppelter Höhe rechnen. In dem Preis bereits enthalten sind laut Amazon die Mobilfunkgebühren, wenn sich Käufer ein elektronisches Buch von Amazon herunterladen. Kindle kann sich über das Mobilfunknetz mit dem Internet verbinden.

Auf deutsch seien von Amazon bislang noch keine elektronischen Bücher verfügbar, Kunden müssen sich daher zunächst mit sogenannten E-Books auf Englisch begnügen, erklärte Bezos. Amazon arbeite aber daran, sein Angebot auf andere Sprachen auszuweiten. "Unsere Vision ist, dass für den Kindle jedes Buch, dass jemals gedruckt wurde oder gedruckt wird, verfügbar ist", sagte Bezos.

Der Kindle, in den USA bereits seit zwei Jahren auf dem Markt, ist etwa 20 Zentimeter lang, 13 Zentimeter breit und knapp einen Zentimeter dick und damit etwas größer als ein normales Taschenbuch. Das Gerät zeigt die E-Books fast in derselben Qualität an wie Bücher aus Papier und kann auch bei heller Sonne genutzt werden.

In E-Books sehen viele Firmen die Zukunft des Buches. Zur Zeit entwickelt eine Handvoll Hersteller Lesegeräte, Hauptkonkurrent von Amazon ist Sony. Die Geräte können meist tausende Bücher speichern - ohne den entsprechenden Platzbedarf im Bücherregal. Nach Angaben von Amazon ist der Kindle in den USA das meistverkaufte Produkt des Versandhändlers seit dem Verkaufsstart. Auf 100 Verkäufe von Büchern auf Papier bei Amazon in den USA kommen demnach zudem mittlerweile 48 E-Books.

© 2009 AFP