CDU-Politiker will Internetsperren auch für "Killerspiele"

Kioskea am Freitag 19 Juni 2009 à 09:43:24

CDU-Politiker will Internetssperre auch für Killerspiele

Wenige Stunden nach der Entscheidung des Bundestages für Internetsperren gegen Kinderpornografie werden aus der CDU Forderungen nach einer Anwendung der Sperren auch auf andere Bereiche erhoben. (Archivfoto)

Wenige Stunden nach der Entscheidung des Bundestages für Internetsperren gegen Kinderpornografie werden aus der CDU Forderungen nach einer Anwendung der Sperren auch auf andere Bereiche erhoben. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl brachte im "Kölner Stadt-Anzeiger" solche Sperren auch für "Killerspiele" im Internet ins Gespräch. "Wir prüfen das ernsthaft", sagte Strobl. "Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein".

Der Bundestag hatte am Donnerstagabend ein Gesetz beschlossen, wonach Websites mit Kinderpornos über die großen Internetanbieter in Deutschland künftig nicht mehr aufgerufen werden können. Versucht jemand die entsprechenden Seiten aufzurufen, soll künftig stattdessen ein Stoppschild erscheinen. Kritiker halten die Neuregelung für wirkungslos oder befürchten sogar einen Einstieg in die Internet-Zensur.

© 2009 AFP