Google berechnet Kündigungsbereitschaft seiner Mitarbeiter

Kioskea am Mittwoch 20 Mai 2009 à 11:53:33

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Nach dem Weggang mehrerer Topmanager versucht Google, die Wahrscheinlichkeit weiterer Kündigungen zu berechnen. Der Internetgigant entwickelte eine mathematische Formel, um Mitarbeiter zu identifizieren, die das Unternehmen bald verlassen könnten. (Archivfoto)

Nach dem Weggang mehrerer Topmanager versucht der Internetgigant Google jetzt die Wahrscheinlichkeit weiterer Kündigungen zu berechnen. Google habe eine mathematische Formel entwickelt, um diejenigen Mitarbeiter zu identifizieren, die das Unternehmen bald verlassen könnten, berichtet das "Wall Street Journal". "So können wir in die Köpfe der Leute gucken, ehe sie selbst wissen, dass sie vielleicht gehen wollen", sagte Google-Personalmanager Laszlo Bock dem Blatt.

Einzelheiten zur Zusammensetzung der Formel wollte Bock nicht verraten. Sie werde noch getestet. Genutzt werden dafür dem Bericht zufolge Informationen aus Mitarbeiterbeurteilungen, zu Beförderungen und Gehaltsentwicklung. Eines jedenfalls stehe schon fest, sagte Bock: "Unterforderung ist einer der wichtigsten Gründe für die, die ans Weggehen denken."

Frühere Google-Mitarbeiter und solche, die noch im Unternehmen arbeiten, sagten der Zeitung, die Firma verliere Talente, weil manche Beschäftigte mit dem Wachsen der Firma ihren Einfluss verlören. Google fürchte, der Weggang von Topleuten schade langfristig seiner Wettbewerbsfähigkeit, schreibt das "Wall Street Journal".

© 2009 AFP