In den meisten Videosequenzen handelt sich bei den meisten Szenen um fixe Szenen oder mit weniger Veränderung, man nennt dies temporale Redundanz.
Wenn sich lediglich die Lippen des Schauspielers bewegen, verändern sich fast nur die Pixel des Mundes von einem Bild zum nächsten, es reicht also aus, die Veränderung von einem Bild zum nächsten zu beschreiben. Dies stellt den wichtigsten Unterschied zwischen MPEG (Moving Pictures Experts Group) M-JPEG dar. Diese Methode hat jedoch viel weniger Wirkung auf eine Szene mit Aktion.
Die MPEG -Gruppe wurde 1988 mit dem Ziel erstellt, internationale Standarde der Komprimierung, Dekomprimierung, Bearbeitung und Kodierung von animierten Bildern und Audiodaten zu entwickeln.
Es gibt mehrere MPEG-Standarde :
Der MPEG-1-Standard stellt jedes Bild wie eine Anzahl von 16 x 16-Blöcken dar. Mit ihm erhält man eine Auflösung von :
MPEG-1 ermöglicht Übertragungsraten von 1.2 Mbps (benutzbar auf einem CD-ROM-Laufwerk).
MPEG-1 ermöglicht die Kodierung eines Videos dank mehrerer Methoden :
Diese Bilder werden nur durch eine JPEG-Kodierung kodiert, ohne sich um die Bilder zu kümmern, die sich um sie herum befinden. Solche Bilder sind in einem MPEG-Video erforderlich, da gerade diese die Kohäsion des Bildes sicherstellen (da die anderen im Vergleich zu den Bildern beschrieben werden, die sie umgeben); sie sind insbesondere für die Videoflüsse nützlich, die unterwegs aufgenommen werden (Fernsehen), und unverzichtbar bei Fehlern beim Empfang, es gibt davon also eines oder zwei pro Sekunde in einem MPEG-Video.
Diese Bilder werden je nach Unterschied zum vorangegangen Bild definiert. Der Kodierer sucht nach Unterschieden zu vorangegangenen Bild und definiert die Blöcke, die man Makroblöcke nennt (16x16 Pixel) und die sich auf dem vorangegangenen Bild übereinanderlegen.
Der Algorithmus vergleicht die beiden Bilder Block für Block und ab einer bestimmt Anzahl von Unterschieden betrachtet er den Block des vorangegangenen Bildes als verschieden im Vergleich zu dem im laufenden Bild und führt eine JPEGKomprimierung durch.
Die Suche nach Makroblöcken bestimmt die Geschwindigkeit der Kodierung, denn je mehr der Algorithmus nach "guten" Blöcken sucht, desto mehr Zeit verliert er...
Im Vergleich zu den I-Rahmen (direkte Komprimierung), fordern die P-Rahmen immer das vorangegangene Bild im Speicher.
So wie bein den P-Rahmen werden die B-Rahmen je nach Unterschieden zu einem Referenzbild bearbeitet, außer wenn sich dieser Unterschied bei B-Rahmen entweder auf das vorangehende (wie bei den P-Rahmen) oder auf das folgende Bild bezieht, was eine bessere Komprimierung ergibt, allerdings zu einer Verspätung führt (da man das folgende Bild kennen muss) und dazu, drei Bilder im Speicher zu behalten (das vorangegangene, das laufende und das folgende).
Diese Bilder haben eine Auflösung von sehr geringer Qualität, ermöglichen aber eine sehr schnelle Dekomprimierung. Dies ist vor allem bei einer schnellen Anzeige im Voraus nützlich, da die "normale" Dekodierung zu viele Prozessor-Ressourcen erfordern würde.
Zur Optimierung der MPEG-Kodierung werden die Bildsequenzen in der Praxis nach einer Bildfolge I, B, und P (D als schnelle Vorausschau) kodiert, deren Reihenfolge experimentell bestimmt wurde. Die Modellsequenz, die GOP (Group Of Pictures oder auf Deutsch Bildgruppe genannt) ist wie folgt :
IBBPBBPBBPBBI