| LetzteLicht und Farbe | Computergestützte Darstellung der Farbe | NächstCIE / Lab |
Zur korrekten Bearbeitung der Farben und zum Austauch von farbmetrischen Informationen ist es erforderlich, über Mittel zu verfügen, die ihre Einordnung in Kategorien und ihre Auswahl ermöglichen. Es kommt nicht selten vor, die Farbe eines Produktes wählen zu müssen, bevor jenes überhaupt hergestellt ist. In diesem Fall wird eine Farbpalette vorgestellt, in der die Farbe ausgesucht wird, die den Anforderungen am besten entspricht. Meistens hat das Produkt (Fahrzeug, Gebäude, etc.) die Farbe, die ausgewählt wurde.
Bei der computergestützten Darstellung ist es ebenfalls unerlässlich, über ein Mittel zu verfügen, um eine Farbe unter all den benutzbaren Farben auszuwählen. Nun ist die Palette der möglichen Farben sehr breit und der Bearbeitungsablauf des Bildes geht über verschiedene Peripheriegeräte: zum Beispiel ein Digitalisierungsgerät (scanner), eine Software zur Retuschierung von Bildern und schliesslich ein Drucker. Es ist also erforderlich, eine Farbe zuverlässig darzustellen, um die Kohärenz zwischen den verschiedenen Peripheriegeräten sicherzustellen.
So nennt man «Farbraum» die mathematische Darstellung einer Gesamtheit von Farben. Davon existieren mehrere; die meist bekannten sind :
Das Farbspektrum, das ein Anzeigegerät anzeigen kann, nennt man Farbbandbreite oder farbmetrischer Raum. Die Farben, die nicht zur Farbbandbreite gehören, nennen sich Farben außerhalb der Reihe .
Die meisten Graphik-Softwares bieten Mittel zur interaktiven Auswahl einer Farbe. Beim wichtigsten Mittel handelt es sich häufig um die Farbpalette, das bedeutet die Darstellung der Farben in einer Palette, in der sie nach Nuancen geordnet sind :
'Immer mehr Softwareprogramme integrieren dennoch leistungsfähigere Werkzeuge, mit denen eine Farbe in der breiten Palette ausgewählt werden kann. So wird in der nachstehenden Farbauswahl der Farbton durch eine chromatische Scheibe dargestellt, wohingegen die Leuchtdichte durch eine vertikale Farbauswahl dargestellt wird, die die Nuancen der Farbe von Schwarz bis Weiß angibt.
In der nachstehenden Farbauswahl hingegen wird der Farbton als Abszisse der linken Farbauswahl und die Reinheit als Ordinate dargestellt. Mit dem rechten Auswähler kann die Lichtstärke geregelt werden :
Man nennt einen Gamma-Faktor das Kriterium, welches den nicht linearen Charakter der Lichtintensität eines Elements bestimmt.
Die Leuchtdichte eines Computer- d'bildschirms ist nicht linear insofern als :
I ~ VGamma
Um dieser Wirkung zu begegnen und eine zufriedenstellende Nachbildung der Lichtintensität zu erreichen, ist es möglich, die Leuchtdichte durch Anwendung einer Transformation auszugleichen , die sich «Gamme-Korrektur» nennt.
So entspricht jedes Anzeigegerät einer Gamma- Transformation , die selbst an die Wahrnehmung des Benutzers angepasst werden kann.
Es ist einfach zu verstehen, wo das Interesse am Einhalten der Farben eines Bildes liegt, wenn es über mehrere Peripheriegeräte läuft (digitale Kette bestehend zum Beispiel aus einem Scanner, einemBildbearbeitungsprogramm, einem Drucker), um sicherzustellen, dass das Bild am Ende des Bearbeitungsprozesses Farben aufweist, die in etwa dem Originalbild entsprechen. Man spricht von « Farbverwaltung » bei allen notwendigen Vorgängen, um einen guten Erhalt der Farben eines Bildes sicherzustellen.
Zur Sicherstellung der Kohärenz der Farben, ist es unerlässlich, alle Materialien der digitalen Kette zu eichen (oder zu kalibrieren). Die Kalibrierung (oder Eichung) eines Materials besteht also darin, in einer Datei, die sich ICC-Profil (International Color Consortium) nennt, alle Farben zu beschreiben, die erarbeitet oder hergestellt werden können (es handelt sich also um seine Farbbandbreite) in einer unabhängigen Farbauswahl (zum Beispiel CIE Lab oder CIE XYZ).
Dieses ICC-Profil wird in das Bild integriert und vermittelt alle Informationen, die es während des gesamten Bearbeitungsablaufs wie ein Follow-up-Buch gesammelt hat.
Letzte Änderung am Mittwoch 1 April 2009 à 14:16:21.