Die erste Generation des Mobilfunks (genannt 1G) besaß eine analoge Funktion und bestand aus relativ voluminösen Geräten. Es handelte sich hauptsächlich um folgende Standards :
Die zweite Generation der Funknetze (auch genannt 2G) stand für einen Bruch mit der ersten Generation der Funktelefone dank dem Übergang vom Analogen zum Digitalen.
Die wichtigsten Standards des 2G-Mobilfunks sind folgende :
Dank den 2G-Netzen ist es möglich, Stimmen sowie digitale Daten mit geringem Volumen zu übertragen, zum Beispiel Textnachrichten (SMS, für Short Message Service) oder Multimedia- Nachrichten (MMS, für Multimedia Message Service). Der GSM-Standard ermöglicht eine maximale Übertragungsrate von 9,6 kbps.
Erweiterungen des GSM-Standards wurden entwickelt, um die Übertragungsrate zu verbessern. Dies ist insbesondere der Fall beim GPRS- Standard (General Packet Radio System), durch den theoretische Übertragungsraten von 114 kbit/s erreicht werden können; damit nähern wir uns der Realität um 40 kbit/s. Diese Technologie, die nicht in den Rahmen der « 3G » Bezeichnung passte, wurde 2.5G genannt.
Der EDGE- Standard (Enhanced Data Rates for Global Evolution, der vorgestellt wird als 2.75G ,vervierfacht die Verbesserungen der Übertragungsrate des GPRS-Standards und weist eine theoretischen Übertragungsrate von 384 Kbps vor; damit werden die Türen zu Multimedia-Anwendungen geöffnet. In Realität können mit dem EDGE-Standard theoretische maximale Übertragungsraten von 473 kbit/s erreicht werden, jedoch wurde er eingeschränkt, um den Spezifikationen IMT-2000 (International Mobile Telecommunications-2000) der ITU ( International Telecommunications Union) zu entsprechen.
In den IMT-2000 Spezifikationen (International Mobile Telecommunications for the year 2000) der Internationalen Fernmeldeunion (UIT), werden die Merkmalen der 3G (dritte Generation des Mobilfunks) erläutert. Diese Merkmale sind insbesondere folgende :
3G bietet Übertragungsraten, die über 144 kbit/s liegen, damit werden Türen zur Multimedia-Benutzung geöffnet, wie zum Beispiel die Videoübertragung, Visiokonferenz oder Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet. Die 3G-Netze benutzen andere Frequenzbereiche als ihre Vorgänger : 1885-2025 MHz und 2110-2200 MHz.
Der in Europa benutzte wichtigste 3G-Standard nennt sich UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), und benutzt die Kodierung W-CDMA (Wideband Code Division Multiple Access). Die UMTS-Technologie benutzt den Frequenzbereich von 5 MHz für die Übertragung von Stimmen und Daten mit Übertragungsraten, die von 384 kbps bis 2 Mbps reichen können. Die Technologie HSDPA (High-Speed Downlink Packet Access) ist ein Mobilfunkprotokoll der dritten Generation, das sich « 3.5G » nennt; damit können Übertragungsraten von 8 bis 10 Mbits/s erreicht werden. Die Technologie HSDPA benutzt den Frequenzbereich von 5 GHz und die W-CDMA-Kodierung.
| Standard | Generation | Frequenzbereich | Übertragungsrate | |
|---|---|---|---|---|
| GSM | 2G | Ermöglicht die Übertragung von Stimmen und digitalen Daten mit geringem Volumen. | 9,6 kpbs | 9,6 kpbs |
| GPRS | 2.5G | Ermöglicht die Übertragung von Stimmen und digitalen Daten mit mittlerem Volumen. | 21,4-171,2 kpbs | 48 kpbs |
| EDGE | 2.75G | Ermöglicht die simultane Übertragung von Stimmen und digitalen Daten. | 43,2-345,6 kbps | 171 kbps |
| UMTS | 3G | Ermöglicht die simultane Übertragung von Stimme und digitalen Daten bei hoher Übertragungsgeschwindigkeit. | 0.144-2 Mbps | 384 Kbps |