Einführung in die Informatiksicherheit

mit der Entwicklung der Internetbenutzung, öffnen immer mehr Unternehmen ihr Informationssystem ihren Partnern oder ihren Zulieferanten, so dass es wesentlich ist die zu schützenden Ressourcen des Unternehmens zu kennen und die Zugriffskontrolle, sowie die Rechte der Benutzer des Informationssystems, zu beherrschen. Das gleiche gilt für die Öffnung des Unternehmenszugangs über Internet.

Mit Verbreitung der nomadischen Arbeitsweise, die darin besteht es den Mitarbeitern zu ermöglichen, sich ab einem beliebigen Ort mit dem Informationssystem zu verbinden, «  transportieren raquo; die Mitarbeiter vermehrt einen Teil des Informationssystems aus der gesicherten Infrastruktur des Unternehmens heraus.

Einführung in die Sicherheit

Das Risiko in Sachen Sicherheit wird meist durch die folgende Gleichung charakterisiert :

risque = (menace * vulnerabilite) / contre mesure

Die Gefährdung (auf Englisch « threat ») stellt die Aktionsart dar, die prinzipiell schaden kann, während die Verwundbarkeit (auf Englisch « vulnerability », manchmal auch Schwachstelle oder Bresche genannt) den Aussetzungslevel gegenüber einer Bedrohung in einem bestimmten Zusammenhang darstellt. Die Gegenmaßnahme schließlich, sind alle Aktionen, die vorbeugend gegen diese Gefährdung umgesetzt werden.

Die umzusetzende Gegenmaßnahmen sind nicht nur technische Lösungen sondern auch Bildungs-und Aufklärungs-Maßnahmen die sich an die Benutzer wenden, sowie eine Reihe von klar definierten Regeln.

Um ein System absichern zu können, ist es notwendig die potentiellen Bedrohungen zu identifizieren, das heißt die Vorgehensweise des Feindes zu kennen und vorauszusagen. Ziel dieses Kapitels ist es somit einen Überblick über die möglichen Motivationen der Piraten zu geben, diese in Kategorien einzuteilen, und schließlich eine Idee über deren Vorgehensweise zu vermitteln, umso besser zu verstehen, wie es möglich ist die Eindringungsrisiken zu begrenzen.

Zielsetzungen der Informatiksicherheit

Das Informationssystem wird meist durch alle Daten definiert, sowie alle materiellen und Software-Ressourcen des Unternehmens die es ermöglichen diese zu speichern oder verkehren zu lassen. Das Informationssystem stellt ein wesentliches Guthaben des Unternehmens dar, welches es zu schützen gilt.

Die Informatiksicherheit besteht allgemein darin, sicherzustellen, dass die materiellen und Software-Ressourcen einer Organisation nur in dem vorgesehenen Rahmen verwendet werden.

Die Informatiksicherheit zielt meist auf fünf Hauptzielsetzungen ab :

  • DieUnversehrtheit , das heißt sicherzustellen, dass die Daten auch die sind, die man glaubt ;
  • Die Vertraulichkeit , die in der Garantie besteht, dass nur die befugten Personen Zugriff auf die ausgetauschten Ressourcen haben ;;
  • Die Verfügbarkeit , die es erlaubt die Funktionstüchtigkeit des Informationssystems aufrechtzuerhalten ;
  • Die Nichtrückweisbarkeit, die die Garantie anbringt, das eine Transaktion nicht geleugnet werden kann ;
  • DieAuthentifizierung , die darin besteht sicherzustellen dass nur die befugten Personen Zugriff auf die Ressourcen haben

Die Vertraulichkeit

Die Vertraulichkeit besteht darin die Informationen für alle anderen Personen, als die alleinigen Akteuren der Transaktion, unverständlich zu machen.

Die Unversehrtheit

Die Überprüfung der Unversehrtheit der Daten besteht darin, festzustellen ob die Daten nicht während der Kommunikation geändert worden sind (zufällig oder bewusst).

Die Verfügbarkeit

Zielsetzung der Verfügbarkeit ist es den Zugang einem Dienst oder zu Ressourcen zu garantieren.

Die Nichtrückweisbarkeit

Die Nichtrückweisbarkeit der Information liefert die Garantie das keiner der Korrespondenten die Transaktionen leugnen kann.

Die Authentifizierung

DieAuthentifizierung besteht darin die Identität eines Benutzers sicherzustellen, das heißt jedem Korrespondenten zu garantieren, dass sein Partner auch der ist, für den er sich ausgibt. Eine Zugriffskontrolle (zum Beispiel über ein verschlüsseltes Passwort) kann den Zugang zu den Ressourcen, ausschließlich auf die befugten Personen begrenzen.

Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes

Die Sicherheit eines Informationssystems wird häufig mit Metaphern umschrieben. So vergleicht man sie häufig mit einer Kette, um zu erklären, dass das Sicherheitsniveau eines Systems von dem Sicherheitsniveau des schwächsten Kettengliedes bestimmt wird. Eine gepanzerte Tür ist somit in einem Gebäude unnötig, wenn die Fenster zur Straße offen stehen.

Dies bedeutete das die Sicherheit in einem ganzheitlichen Kontext gesehen werden muss, und insbesondere folgende Aspekte mit einbeziehen sollte :

  • Die Aufklärung der Benutzer über Sicherheitsprobleme
  • Die logische Sicherheit , das heißt die Sicherheit auf der Datenebene, insbesondere der Unternehmensdaten, die Anwendungen oder der Betriebssysteme.
  • Die Sicherheit der Telekommunikationen: Netzwerktechnologien, Unternehmensserver, Zugangsnetzwerk, usw.
  • Die physische Sicherheit, das heißt die Sicherheit auf der Ebene der materiellen Infrastrukturen : abgesicherte Räume, der Öffentlichkeit offen stehende Orte, Gemeinschaftsräume des Unternehmens, Arbeitsplätze der Mitarbeiter, usw.

Einführung einer Sicherheitspolitik

Die Sicherheit der Informationssysteme begrenzt sich meist darauf, Zugriffsrechte auf Daten und Ressourcen eines Systems zu garantieren, indem Authentifizierungs- und Kontrollmechanismen eingeführt werden, mit denen sichergestellt werden kann, dass die Benutzer der genannten Ressourcen nur die ihnen zugeteilten Rechte besitzen.

Die eingeführten Sicherheitsmechanismen können allerdings von den Benutzern als störend empfunden werden, und die Anleitungen und Regeln werden zunehmend kompliziert, je mehr sich das Netzwerk ausdehnt. Die Informatiksicherheit muss demnach so gedacht sein, dass die Benutzer nicht gehindert werden, die für sie notwendigen Verwendungen zu entwickeln, und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sie das Informationssystem voller Vertrauen benutzen können.

Aus diesem Grund ist es notwendig in einer ersten Etappe eine Sicherheitspolitik, zu definieren deren Umsetzung in den folgenden vier Etappen erfolgt :

  • Identifizierung des Bedarfs in Sachen Sicherheit, der Informatikrisiken die auf dem Unternehmen lasten, und ihre möglichen Konsequenzen ;
  • Erarbeiten der Regeln und Prozeduren, die in den verschiedenen Diensten der Organisation für die identifizierten Risiken, umzusetzen sind ;
  • Die Schwachstellen des Informationssystems überwachen und aufdecken und sich über die Sicherheitslücken von verwendeten Anwendungen und Material informiert halten ;
  • Die im Falle einer Bedrohung zu unternehmenden Aktionen und die zu kontaktierenden Personen definieren ;

Die Sicherheitspolitik besteht also aus allen Orientierungen, die von einer Organisation (im weiten Sinne) in Sachen Sicherheit verfolgt werden. Aus diesem Grund muss sie auf der Ebene der Geschäftsleitung der betroffenen Organisation erarbeitet werden, da sie alle Benutzer des Systems betrifft.

In dieser Hinsicht ist es nicht allein die Rolle der Informatikadministratoren die Zugriffsrechte der Benutzer zu definieren, sondern die von deren Vorgesetzten. Die Rolle des Informatikadministrators besteht also darin sicherzustellen, dass die Datenverarbeitungs-Ressourcen und die Zugriffsrechte auf diese, in Einklang mit der Sicherheitspolitik stehen, die von der Organisation definiert worden ist.

Da er außerdem der einzige ist der das System perfekt kennt, ist es seine Aufgabe die Informationen bezüglich der Sicherheit an die Geschäftsleitung weiterzuleiten, die Entscheidungsträger eventuell zu umzusetzende Strategien zu beraten, so wie den Anlaufpunkt darzustellen, bezüglich der Kommunikation mit den Benutzern über die Probleme und Empfehlungen in Sachen Sicherheit.

Die Informatiksicherheit des Unternehmens beruht auf einer guten Kenntnis der Regeln durch die Mitarbeiter, dank Ausbildungs- und Aufklärungs-Aktionen die sich an die Benutzer wenden, aber sie muss auch darüber hinausgehen und insbesondere folgende Gebiete abdecken :

  • Eine physische und logische Sicherheitsvorrichtung, die den Bedürfnissen des Unternehmens und den Arbeitsweisen der Benutzer angepasst ist ;
  • Eine Verwaltungsprozedur der Aktualisierungen ;
  • Eine korrekt geplante Backup- Strategie ;
  • Ein Wiederaufnahmeplan nach Zwischenfall ;
  • Ein aktuelles dokumentiertes System ;

Die Gründe der Unsicherheit

Man unterscheidet meist zwei Arten von Unsicherheit :

  • Der aktive Unsicherheitszustand , das heißt die Unkenntnis durch den Benutzer der Funktionalität des Systems, von denen ihm manche schaden können (die Tatsache zum Beispiel, nicht die Netzwerkdienste, die für den Benutzer nicht notwendig sind, zu deaktivieren)
  • Der passive Unsicherheitszustand , das heißt die Unkenntnis der eingeführten Sicherheitsmittel, wenn zum Beispiel der Administrator (oder der Benutzer) eines Systems die ihm zur Verfügung stehenden Sicherheitsvorrichtungen nicht kennt.
Letzte Änderung am Mittwoch April 1, 2009 02:16:21 von Jeff
Das Dokument mit dem Titel « Einführung in die Informatiksicherheit » aus Kioskea.net (de.kioskea.net) wird zur Verfügung gestellt unter den Bedingungen der Creative Commons Lizenz. Sie dürfen das Dokument verwenden, verändern sowie Vervielfältigungen dieser Seite erstellen, unter den Bedingungen, die in der vorgenannten Lizenz erwähnt sind und unter der gleichzeitigen Bedingung, dass Sie im Rahmen Ihrer Verwendung, Veränderung oder Vervielfältigung nach außen hin klar und deutlich auf den Urheber (= de.kioskea.net) des Dokuments hinweisen.
Sicherheitspolitik
Bestimmung des Bedarfs