Der Prozess-Begriff
Das Prozessmodell
besteht darin, die Zielsetzung des Unternehmens als Lieferung von Produkten und/oder Leistungen wahrzunehmen, die den Erwartungen der Kunden entsprechen.
So wird das Unternehmen als eine Reihe von Prozessen modelisiert, die es ermöglichen
die Bedürfnisse der Kunden zu identifizieren und in ein lieferbares Objekt umzuwandeln: das Produkt
oder die Dienstleistung.
Diesen Elementen zufolge, definiert man einen Prozess wie folgt :
Eine Handlung oder einer Reihe Handlungen, die
Ressourcen verwenden um Eingangselemente in Ausgangselemente umzuwandeln,
die einen Mehrwert besitzen.
Die Identifizierung und die Formalisierung der Prozesse des Unternehmens besteht also darin,
verschiedene « Handlungsketten
» auszumachen, die einem gemeinsamen Ziel zustreben.
Prozesstypen
Das Dokument FD X 50-176
, veröffentlicht durch die AFNOR im Juni 2000, detailliert den Prozessansatz und definiert drei Prozessfamilien :
- Die Realisationsprozesse
entsprechend der Realisierung des Produktes
oder der Dienstleistung und entsprechen somit der « Berufs- » Aktivität
der Organisation
- Die Unterstützungsprozesse (auch unterstützende Prozesse
genannt)
stellen eine interne Aktivität da, meist transversal, die es ermöglicht
das korrekte Funktionieren des Unternehmens sicherzustellen. Die Unterstützungsprozesse sind meist
für den Kunden (Nutzer) transparent. Es kann sich zum Beispiel um die Finanzverwaltung
handeln, um die Personalverwaltung, die Weiterbildung, usw.
- Die Managementprozesse (manchmal auch Steuerungsprozessgenannt) die der Wahl
einer Politik oder einer Strategie für die Organisation entsprechen, sowie
der Steuerung der umgesetzten Aktionen mit denen die Zielsetzungen dieser Politik verfolgt werden.
Prozessmanagement
Ziel des Prozessmanagements
ist es die Aktivität in Prozesse zu unterteilen
und diese zu kontrollieren, um sie in Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen
des Unternehmens zu bringen.
So muss ein Managementansatz durch Prozesse nötiger Weise
folgende Etappen durchlaufen :
- Definition und Normalisierung der strategischen Zielsetzungen des Unternehmens,
-
Analyse der im Unternehmen bestehenden Prozesse,
-
Identifizierung, für jeden Prozess, der eingehenden Elemente und der ausgehenden Produkte,
-
Festlegung der Interaktionen zwischen den Prozessen,
-
Formalisierung der Leistungskriterien (Leistungsindikator) für jeden Prozess,
-
Messung der Leistungen der derzeitigen Prozesse,
-
Änderungsvorschlag für die bestehenden Prozesse,
- Vorschlag von neuen Prozessen,
-
Einführung und Umsetzung der Änderungsvorschläge,
- Messung der neuen Leistungen.
Artikel verfasst am 19. Januar 2006 von Jean-François PILLOU.