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Die Verbesserung der Qualität (Reduzierung der Nichtqualität und Verbesserung der Arbeitsprozesse) in einem Unternehmen, setzt eine Überlegung voraus, die die Leitung und alle Mitarbeiter verbindet, um so erzielbare und allgemein akzeptierte Qualitätsziele zu definieren.
Man bezeichnet als«Qualitätspolitik» die allgemeinen Orientierungen und Qualitätszielsetzungen, die von der Unternehmungsleitung ausgedrückt, und in einem Dokument schriftlich festgehalten werden. Die Qualitätspolitik definiert damit die verfolgten Orientierungen und Kernfragen bezüglich der Zufriedenstellung der Nutzer.
Der Begriff «Qualitätsansatz» bezeichnet den Ansatz und die operative Organisation mit denen die von der Qualitätspolitik festgelegten Zielsetzungen erreicht werden sollen.
Zu aller erst ist es notwendig eine Bestandsaufnahme der Organisation zu erstellen, mit der deren Organisation beschrieben und das Unternehmensprojekt erklärt wird :
Da die Zufriedenstellung der Nutzer Gegenstand der Qualität ist, ist eine globale Arbeit zur Definition der Nutzer unumgänglich.
Die Einführung eines Qualitätsansatzes beginnt notwendigerweise bei einer Einbeziehung der obersten Hierarchieebene, denn ein Qualitätsansatz wirkt sich häufig durch organisatorische Veränderungen aus. Das Verfassen von Verpflichtungsschreiben, die von der Geschäftsführung unterschrieben werden, ermöglicht es so, den Ansatz dauerhaft zu gestalten und einen Qualitätsverantwortlichen bei Einführung von operativen Maßnahmen, zu legitimieren.
Ein Qualitätsansatz artikuliert sich in aufeinanderfolgenden Aktionsplänen, mit denen kurzfristige Zielsetzungen, sowie die Mittel um diese zu erreichen, identifiziert und formalisiert werden können.
Die Einführung eines Qualitätsansatzes äußert sich vor allem in einem Einstellungswechsel im Unternehmen, welcher von allen Mitarbeitern geteilt wird. Der Erfolg des Projektes hängt daher Großteils von der Kommunikation ab, mit der es vermittelt wird. Eine Kommunikationskampagne ermöglicht es so die Mitarbeiter über die getroffenen Maßnahmen zu informieren, damit diese sich in dem Unternehmensprojekt positionieren können.
Die formalisierte Verpflichtung der Geschäftsleitung nimmt meist die Form eines Schreibens an (gewöhnlich Verpflichtungsschreibengenannt), welches die großen Zielsetzungen, die von der Unternehmensleitung verfolgt werden, zusammenfasst. Dieses Schreiben, welches häufig als einfache Absichtserklärung, ohne besonderen Nutzen, betrachtet wird, ist tatsächlich extrem nützlich, da so der ganze Ansatz dauerhaft gemacht wird und die Unternehmensleitung auf diese Weise den vorrangigen Platz der eingeleiteten Vorgehensweise unterstreicht.
Die Verfassung eines Qualitäts- Aktionsplans muss unbedingt in partizipatorischer Vorgehensweise erfolgen, wobei alle Mitarbeiter, sowie die mittlere Führungsschicht einbezogen werden müssen.
Jeder Aktionsplan ist ein komplettes Projekt mit einem Ausgangszustand, einem zu erreichenden Zustand, einer vorgegebenen Zeitspanne, vorgesehenen Mitteln und einer präzisen Planung. Um das Erreichen der Zielsetzungen jedes Aktionsplans einschätzen zu können, müssen eine gewisse Anzahl an Indikatoren definiert werden, in einer Statusanzeige dargestellt und während der Sitzungen des Qualitätskomiteesvorgestellt werden.
Artikel verfasst am 16. Dezember 2004 von Jean-François PILLOU.
Letzte Änderung am Montag 4 Mai 2009 à 15:00:00.