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Die RAID-Technologie (Akronym von Redundant Array of Inexpensive Disks, manchmal auch Redundant Array of Independent Disks, übersetzt mit Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten) ermöglicht es eine Speichereinheit ab mehreren Festplatten zusammenzustellen. Die so geschaffene Einheit (genannt Gruppe ) besitzt eine hohe Pannentoleranz (hohe Verfügbarkeit), oder einer größere Schreib-Kapazität/Geschwindigkeit. Die Verteilung der Daten auf mehrere Festplatten ermöglicht damit deren Sicherheit zu verbessern, und die verbundenen Dienste zuverlässiger zu machen.
Diese Technologie ist 1987 von drei Forschern (Patterson, Gibson und Katz ) an der Universität von Kalifornien (Berkeley) entwickelt worden. Seit 1992 werden diese Spezifikationen von dem RAID Advisory Board verwaltet. Sie besteht darin eine große (also teure) Speicherkapazität aus kleineren, weniger teuren Festplatten zusammenzustellen (deren MTBF, Mean Time Between Failure , das heißt der durchschnittliche Zeitabstand zwischen zwei Pannen, niedrig ist).
Die nach der RAID-Technologie zusammengestellten Festplatten können auf verschiedene Weisen verwendet werden, die RAID-Level genannt werden. Die Universität von Kalifornien hat davon 5 definiert, zu denen die Level 0 und 6 hinzugefügt worden sind. Jeder dieser Level beschreibt die Art mit der die Daten auf den Festplatten verteilt sind :
Jeder dieser Level stellt eine Verwendungsweise der Gruppe dar, je nach :
Das Level RAID-0, genannt striping (übersetzt mit ineinander verschlingen oder Streifenaggregat, manchmal auch zu Unrecht stripping genannt) besteht darin, die Daten zu speichern in dem sie über alle Festplatten der Gruppe verteilt werden. Auf diese Weise kommt es zu keiner Redundanz, und man kann nicht von Pannen-Toleranz sprechen. Bei Ausfall einer der Festplatten, sind in der Tat alle Daten, die sich auf dieser Festplatte befinden, verloren.
Da allerdings jede Festplatte der Gruppe seinen eigenen Controller hat, handelt es sich um eine Lösung die eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit bietet.
Der RAID 0 besteht damit in der logischen Nebeneinanderstellung (Aggregat) von mehreren physischen Festplatten. Im RAID-0 Modus werden die Daten in " Streifen" (auf Englisch stripes) geschrieben:
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Man spricht von Striping-Granularität um die relative Größe der Fragmente (Streifen ) zu charakterisieren, die auf jeder physischen Einheit gespeichert sind. Die durchschnittliche Übertragungsrate hängt von diesem Faktor ab (je kleiner jeder Streifen ist, desto höher ist die Transferrate).
Wenn eines der Elemente der Gruppe größer ist als die anderen, so wird das Auffüllsystem im Streifen-Verfahren blockiert, sobald die kleinste Platte gefüllt ist. Die erreichte Größe entspricht so zuletzt der doppelten Kapazität der kleineren der zwei Festplatten :
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Es ist empfehlenswert Festplatten gleicher Größe zu verwenden, um ein RAID-0 zu erstellen, da ansonsten die Platte mit der höheren Kapazität nicht vollständig genutzt wird. |
Das Level 1 hat zum Ziel die auf mehreren Platten zu speichernde Information zu kopieren, man spricht demnach von mirroring, oder shadowing um diesen Vorgang zu bezeichnen
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Allerdings ist die RAID 1 Technologie sehr teuer, da nur die Hälfte der Speicherkapazität tatsächlich benutzt wird.
Das Level RAID-2 ist mittlerweile veraltet, da es eine Fehlerkontrolle über den Hamming-Code anbietet (Code ECC - Error Correction Code ), und dieser mittlerweile direkt in die Controller der Festplatten integriert ist.
Diese Technologien besteht darin Daten nach dem gleichen Prinzip zu speichern wie mit dem RAID-0, wobei allerdings die Kontroll-Bits in einer unterschiedlichen Einheit niedergeschrieben werden ECC (Meist werden 3 ECC-Platten für vier Daten-Platten verwendet).
Die RAID 2 Technologie bietet schlechter Leistungen aber ein hohes Sicherheitslevel
Das Level 3 bietet Datenspeicherung in Oktett-Form auf jeder Festplatte an und die Zuordnung einer der Festplatten für die Speicherung eines Paritätsbits.
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Der Level 4 ist dem Level 3 sehr ähnlich. Der Unterschied besteht in der Parität, die auf einem Sektor (genannt Block ) erfolgt, und nicht auf dem Niveau des Bits, und die auf einer zugeordneten Festplatte gespeichert ist. Genauer gesagt ist der Wert der Striping-Granularität anders als im RAID 3.
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Um eine beschränkte Anzahl von Blöcken zu lesen, muss das System so nicht auf die verschiedenen physischen Laufwerke zurückgreifen, sondern nur auf die, auf denen die Daten tatsächlich gespeichert sind. Allerdings muss die Festplatte die die Kontroll-Daten beherbergt eine Zugriffszeit besitzen, die der Summe der Zugriffszeiten der anderen Festplatten entspricht, um die Leistungsfähigkeit des ganzen nicht zu beeinträchtigen.
Der Level 5 ähnelt dem Level 4, das heißt dass Parität auf der Ebene eines Sektors berechnet wird, aber auf alle Festplatten der Gruppe verteilt wird.
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Auf diese Weise verbessert RAID 5 stark den Zugriff auf Daten (im Lese- sowie im Schreibvorgang), da der Zugang zu den Paritätsbits auf die verschiedenen Festplatten der Gruppe verteilt ist.
Der Modus RAID-5 ermöglicht Leistungen die denen des RAID-0 sehr nahe kommen, und sichert dabei gleichzeitig eine hohe Pannentoleranz. Aus diesem Grund handelt es sich um einen der besten RAID Modi in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit.
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Da die nutzbare Festplattenkapazität in einer Gruppe vonn Festplatten, n-1 Festplatten entspricht, ist es vorteilhaft eine große Anzahl Festplatten zu haben um den RAID-5 zu " rentabel" zu machen. |
Der Level 6 ist zu den von Berkeley definierten Levels hinzugefügt worden. Es definiert die Benutzung von zwei Paritätsfunktionen, und damit die Speicherung auf zwei zugeordneten Festplatten. Dieser Level ermöglicht es die Redundanz zu garantieren wenn zwei Festplatten gleichzeitig ausfallen. Das bedeutet, dass man mindestens vier Festplatten benötigt um ein RAID-6 System zu erstellen.
Die meist adoptierten RAID Lösungen sind die RAID von Level 1 und Level 5.
Der Wahl einer RAID Lösung ist an drei Kriterien gebunden :
Es gibt mehrere Arten einer RAID Lösung auf einem Server umzusetzen :