Man bezeichnet mit « Freigabe » (oder Abnahmetests ) die Überprüfung der Konformität des Werkes zu den Anforderungen, so wie diese in der validierten Generalkonzeption ausgedrückt sind. Die Abnahme ist ein strenger und methodologischer Prozess, der bei Empfang des Produktes ausgeführt wird. Sie wird entsprechend der Kontrollemappe vorgenommen, die von dem Auftraggeber zusammengestellt wird und die Dokumente enthält, die die Art und Weise definieren, mit der das Werk kontrolliert werden soll. Die Abnahme kann manchmal eine so genannte provisorische sein, für die Zeitspanne die der Garantiefrist entspricht.
Bei Ablauf der Garantiefrist, wird diese Etappe mit Verfassen der Abnahmedokumente (Protokoll der definitiven Abnahme) abgeschlossen, welche gemeinsam von Projektträger und Auftraggeber unterschrieben werden und die Anmerkungen des Auftraggebers enthalten, eventuelle auch die Ablehnung des Werkes, wenn dieses nicht mit dem Lastenheft konform sein sollte.
Die Qualifikation besteht in der Konformitätsprüfung der Kapazitäten des Werkes zu den technischen Angaben des Auftraggebers.
In Pilotstätten kann das Werk in seiner technischen Dimension getestet werden, aber auch bezüglich der Organisation und der Benutzerreaktion. Die Erfahrung der Pilotstätten bereitet die Einführung vor und hilft deren Lasten besser einzuschätzen und deren mögliche Schwierigkeiten zu identifizieren.
Die Verallgemeinerung ist die massive Einführung des Werkes bei dem Endbenutzer. Eine erfolgreiche Einführung in Pilotstätten bedeutet nicht automatisch das die allgemeine Einführung auch erfolgreich sein wird. Tatsächlich haben die Benutzer im Versuchsrahmen eine Motivation sie die Endbenutzer nicht besitzen. Außerdem wird jede Funktionsstörung des Werkes dem Versuchsrahmen zugeschrieben. Die Verallgemeinerung zieht meist Änderungen in der Arbeitsweise des Benutzers mit sich, wodurch die Annahme des Produktes durch den Benutzer gebremst wird. Tatsächlich sucht der Endbenutzer meist in seinem Berufsleben eine physiologische Motivation (Verbesserung des Gehaltes und des hierarchischen Status) und die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Eine Veränderung in ihren Arbeitsgewohnheiten stellt somit ein Hindernis für diese Zielstellungen dar.
Man bezeichnet als « Leitung des Wechsels » alle Elemente die dazu beitragen dass die Endbenutzer tatsächlich das Produkt benutzen, und somit ihre Angewohnheit ändern. Dieser Begriff beinhaltet insbesondere die Weiterbildung der Benutzer bezüglich der Verwendung des Produktes, sowie die Begleitung der Benutzer (hot line).
Wenn andererseits das Projekt auf eine sehr hohe Anzahl von Endbenutzern abzielt, ist es häufig nicht möglich direkt von dem Versuchsrahmen zur Verallgemeinerung überzugehen. Je nach Werk kann es nötig sein Tests mit Lastanstieg (man findet auch den Begriff Kadenz-Anstieg) vorzunehmen, das heißt eine immer größer werdende Anzahl an Benutzer zu simulieren, um abzuschätzen ob das Produkt potentiell in der Lage ist die gesamte Belastung zu ertragen (gleichzeitige Benutzung durch die Anzahl an Benutzer die im Lastenheft vorgesehen ist).
Die Kapitalisierungsphase besteht darin eine Bilanz des Projektes zu ziehen und die berufliche Erfahrung (Kompetenz) die aus dem Projekt hervorgeht zu kapitalisieren, das heißt zu archivieren, umso die Effizienz der Leitung zukünftiger Projekte zu verbessern. Dafür ist es nötig am Ende eines Projektes, diese Informationen "ins Gedächtnis zu rufen" und damit ihre Vervielfältigung zu ermöglichen. Diese Organisation wird als « Wissensmanagement » (oder auf Englisch « knowledge management », meist abgekürzt geschrieben als « KM ») bezeichnet.
Eine Bilanzsitzung zum Projekt (Debriefing ) ist für die Akteure des Projektes nützlich, da sie es ermöglicht alle Abweichungen des Projektes und die getroffenen Korrekturmaßnahmen zusammenzufassen.
Man bezeichnet mit Wartung alle Änderungsoperationen einer operationellen Software, die ihre Basisfunktionen intakt lassen. Die Wartung ermöglicht es also ein System in Betrieb zu halten und gleichzeitig Anomalien des Werkes zu beheben und dabei die sich entwickelnden Forderungen der Benutzer mit einzubeziehen.
Man unterscheidet meist die korrigierende Wartung, die darin besteht Fehler des Systems zu korrigieren, von der Evolutionswartung , die in einer Änderung des Systems besteht, um neue Funktionalitäten hinzuzufügen.