Auszug aus « ActiveX und OLE verstehen », von David Chappel
" Im Laufe der 35 letzten Jahre sind die Hardware-Entwickler von gebäudegrossen Maschinen zu leichten tragbaren Rechnern übergegangen, die auf winzigen Mikroprozessoren basieren.
Im Laufe der selben Jahren, schritten die Software-Entwickler von der Programmierung in Assembler und Cobol zur Programmierung von viel umfangreicheren Anwendungen in C und C++. An sich ein klarer Fortschritt (obwohl dies überlegungswert ist), aber es ist eindeutig dass die Welt der Software wesentlich langsamer voranschreitet als die der Hardware. Haben etwa die Hardwarefachleute, etwas das Softwarespezialisten nicht haben ?
Anhand der Bauteile, finden wir eine Erklärung zu diesem Thema. Nähmlich, sollten die Elektronik-Ingenieure beim Konzipieren von neuer Hardware, immer wieder von Sandkörner ausgehen, bzw. müssten sie immer das Silizium extrahieren für das Herstellen der integrieten Schaltungen, dann wären sie Heute nicht weit gekommen. Ein Hardware-Fachman baut aber ein System immer wieder aus fertigten, mit Sonderfunktionen bezogenen Komponenten zusammen, die über vorgegebenen Schnittstellen, ein Dienstgebilde abliefern. Durch die Arbeit ihrer Vorgänger, wird den Hardware-Ingenieure die Aufgabe somit erheblich vereinfacht.
Die Wiederverwendung ist auch ein Weg zum Entwerfen von leistungsfähigerer Software. Heute noch, stecken die Software-Entwickler immer noch im selben Sandkasten und folgen die gleichen Etappen wie die Hundertscharen von Programmierer zuvor. Das Ergebnis ist meistens ausgezeichnet, aber es bleibt Verbesserungsdürftig. Das Entwickeln von neuen Applikationen aus bereits existierenden und zuvor getesteten Bausteine, dürfte mit hohe Wahrscheinlichkeit, einen verläßlicheren Code erzeugen. Außerdem kann es sich deutlich als schneller und wirtschaftlicher erweisen, was nicht weniger wichtig ist. "
Die Objekt-Modellierung besteht darin, eine Informatik- Übersiedlung von Elementen aus der eigenen realen Welt zu schaffen, ungeachtet ihrer Implementierung, was soviel bedeutet wie frei von Programmiersprachen-Zwänge. Es handelt sich also darum, die vorliegenden Objekte zu bestimmen sowie ihre bezogenen Daten und Funktionen zu isolieren. Dafür wurden Methoden ausgearbeitet. Zwischen 1970 und 1990 haben zahlreiche Analytiker Objektorientierte Konzepte ausgearbeitet, so entstanden bis im Jahre 1994 mehr als 50 Gegenstandsmethoden. Es blieben allerdings nur 3 Methoden wirklich aufrecht :
Anfangs 1994 haben Rumbaugh und Booch (eingeholt im Jahre 1995 durch Jacobson), ihre Anstrengungen zusammengelegt und die Beschreibungssprache UML(Unified Modeling Language) ausgearbeitet. Sie erlaubt das Definieren einer Standardsprache, indem sie die Vorteile der verschiedenen vorhergehenden Methoden eingliedert (sowie jene anderer Analytiker). Sie erlaubt insbesondere, eine Applikation vollständig in einer Sprache zu "programmieren", die alle Komponenten des künftigen Programms modelliert.