Die CD (Compact Disc) ist eine optische Platte von 12 cm Diameter und 1.2 mm Dicke (die Dicke kann zwischen 1.1 und 1.5 mm variieren) auf der man digitale Informationen speichern kann, die 650 Mo informatische Daten entsprechen (oder 300 000 maschinengeschriebene Seiten) oder bis 74 Minuten Audiodaten. Mit einem runden Loch von 15 mm Diameter in seiner Mitte kann man sie in der Mitte eines Laufwerks positionieren.
Die CD besteht aus einem Plastiksubstrat (Polykarbonat) und einem dünnen, reflektierenden Metallfilm (Gold 24 Karat oder Silberalliage). Die reflektierende Schicht ist mit einem Anti-UV Lack aus Acryl beschichtet, der einen Schutzfilm für die Daten bildet. Abschließend kann eine zusätzliche Beschichtung zugefügt werden, um eine bedruckte Oberseite zu erhalten.
Die reflektierende Schicht besitzt kleine Poren. Wenn der Laser die Schicht aus Polykarbonat-Substrat durchquert, wird das Licht von der reflektierenden Schicht zurückgestrahlt, außer wenn der Laser über ein Pore gleitet. So kann die Information kodiert werden.
Diese Information ist auf 22188 Spuren spiralförmig gebrannt (tatsächlich handelt es um eine einzige konzentrische Spur).
Die im Handel erhältlichen CDs sind gepresst, d.h. dass die Poren realisiert werden, indem man Plastik in ein Form einspritzt, die das spiegelbildlich Motiv enthält. Eine Metallschicht wird anschließend auf das Polykarbonat-Substrat gegossen und diese Metallschicht selber mit einer Schutzschicht abgedeckt.
Die CD-Rohlinge (CD-R) besitzen eine zusätzliche Schicht (zwischen dem Substrat und der Metallschicht) bestehend aus organischem Farbstoff (auf englisch dye) die markiert werden kann (der Begriff brennen wird häufig verwendet) von einem leistungsstarken Laser (die Leistung muss 10-mal höher sein als zum Lesen). So ist es die Farbschicht die es erlaubt, oder nicht, den Lichtstrahl der von dem Laser ausgeht, aufzunehmen.
Die meist verwendeten Farbstoffe sind :
Da die Information nicht mehr in Form von Poren gespeichert ist
sondern durch ein "farbige" Markierung, ist eine Spiralform (auf englisch pre-groove) auf
dem Rohling, um dem Brenner zu helfen, den Spiralweg zu folgen, wodurch
das Vorhandensein einer Präzisionsmechanik in den CD-R Brennern unnötig gemacht wird.
Andererseits, schlängelt sich diese Spirale in einer Sinusform, die wobblegenannt wird,
und eine Amplitude von +/-0.03&Micro;m (30nm) und ein Frequenz von
22,05kHz besitzt. Der wobble informiert den Brenner über die Geschwindigkeit mit der er brennen soll. Diese Information wird ATIP (Absolute Time in PreGroove) genannt.
Der Lesekopf besteht aus einem LaserLight Amplification by Stimulated Emission of Radiation) der einen Lichtstrahl abgibt und aus einer photoelektrischen Zelle, die den reflektierten Strahl aufnimmt. Der von CD-Playern benutzte Laser ist ein Infrarotlaser (der eine Wellenlänge von 780 nm besitzt), denn er ist kompakt und wenig kostenspielich. Eine Linse, die sich in der Nähe der CD befindet, fokalisiert den Laserstrahl auf die Poren.
Ein halb-reflektierender Spiegel ermöglicht es dem reflektierten Licht die photoelektrische Zelle zu erreichen, wie in der folgenden Zeichnung dargestellt :
Ein Wage transportiert den Spiegel, so dass der Lesekopf Zugang zu der ganzen CD-ROM hat
Man unterscheidet meist zwei Funktionsweisen für das Ablesen von CDs :
| Geschwindigkeit | Antwortzeit | |
|---|---|---|
| 1x | 150 ko/s | 400 à 600 ms |
| 2x | 300 ko/s | 200 à 400 ms |
| 3x | 450 ko/s | 180 à 240 ms |
| 4x | 600 ko/s | 150 à 220 ms |
| 6x | 900 ko/s | 140 à 200 ms |
| 8x | 1200 ko/s | 120 à 180 ms |
| 10x | 1500 ko/s | 100 à 160 ms |
| 12x | 1800 ko/s | 90 à 150 ms |
| 16x | 2400 ko/s | 80 à 120 ms |
| 20x | 3000 ko/s | 75 à 100 ms |
| 24x | 3600 ko/s | 70 à 90 ms |
| 32x | 4500 ko/s | 70 à 90 ms |
| 40x | 6000 ko/s | 60 à 80 ms |
| 52x | 7800 ko/s | 60 à 80 ms |
Die physische Spur besteht aus Poren einer Tiefe von 0,168µm, einer Breite von 0,67µm und einer variablen Länge. Die physischen Spuren sind voneinander durch eine Distanz von ca. 1.6µm getrennt. Man bezeichnet mit Vertiefungen ( auf englisch pit) den Grund der Pore und mit Erhöhung ( auf englisch land) die Abstände zwischen den Poren.
Der Laser der zum Lesen der CDs verwendet wird, hat eine Wellenlänge von 780 nm in der Luft. Da die Brechzahl des Polykarbonat gleich 1.55 ist, entspricht die Wellenlänge des Lasers im Polykarbonat 780 / 1.55 = 503nm = 0.5µm.
Die Tiefe der Pore entspricht also einem Viertel der Wellenlänge des Laserstrahls, so dass die Welle die in der Vertiefungen reflektiert wird, eine halbe Wellenlänge mehr zurücklegt (ein Viertel auf dem Hinweg, ein Viertel auf dem Rückweg) als die, die auf der Erhöhungreflektiert wird.
Wenn der Laser also über ein Pore gleitet, sind die Welle und ihre Reflexion um eine halbe Wellenlänge phasenverschoben und heben sich gegenseitig auf (destruktive Interferenz), genau so, als ob kein Licht reflektiert würde. Der Übergang von einer Vertiefung zu einer Erhöhung ruf ein Signalsturz hervor, der einem Bitentspricht.
Es ist die Länge der Pore die die Information definiert. Die Größe eines Bits auf der CD, geschrieben "T", ist genormt und entspricht der Distanz die von dem Lichtstrahl in 231.4 Nanosekunden zurück gelegt wird, also 0.278µm bei der Standardminimalgeschwindigkeit von 1.2 m/s.
Dem Standard EFM (Eight-to-Fourteen Modulation) zufolge, der für die Speicherung von Informationen auf CD benutzt wird, muss es immer mindestens zwei 0-bits zwischen zwei aufeinanderfolgenden 1-bits geben und kann es nicht mehr als 10 aufeinanderfolgenden 0-bits zwischen zwei 1-bits geben, um Fehler zu vermeiden. Darum entspricht die Länge einer Pore (oder einer Fläche) mindestens der nötigen Länge um den Wert OO1 (3T, d.h. 0.833µm) zu speichern, und maximal der Länge die dem Wert 00000000001 (11T, d.h. 3.054µm) entspricht.
Es gibt zahlreiche Standards, die die Art beschreiben, mit der Informationen auf einer CD gespeichert werden müssen, je nach der anvisierten Verwendung. Diese Standards sind in Dokumenten referenziert, die man books (auf deutsch Bücher) nennt, und denen eine Farbe zugeordnet worden ist :
Ein CD-R, ob audio oder CD-ROM, besteht, nach dem Orange Book, aus drei Zonen, die zusammen die Informationszone darstellen (information area) :
Eine CD-R enthält, zusätzlich zu den drei oben beschriebenen Zonen, eine Zone die PCA (Power Calibration Area) genannt wird und eine Zone PMA (Program Memory Area) die beide zusammen eine Zone bilden, die SUA (System User Area)genannt wird.
Die PCA kann wie eine Test-Zone für den Laser begriffen werden, damit er seine Leistung an den Trägertyp anpassen kann. Dank dieser Zone ist es möglich Rohträger zu kommerzialisieren, die verschiedene organische Farbstoffe und reflektierende Schichten verwenden. Bei jeder Kalibrierung, notiert der Brenner, dass er einen Test gemacht hat. Maximal 99 Tests pro Medium sind erlaubt.
Das CD-Format (oder genauer gesagt das Datei-System) beschreibt die Art und Weise mit der die Daten in der Programmzonegespeichert sind.
Das erste historische Dateisystem für CDs ist der High Sierra Standard.
Das Format ISO 9660 1984 normalisiert durchISO (International Standards Organization) nimmt den High Sierra Standard auf, um die Struktur der Verzeichnisse und Dateien auf einer CD-ROM zu definieren. Er unterteilt sich in drei Level :
Microsoft hat ebenfalls das Format Joliet, definiert, eine Erweiterung des Formats ISO 9660 welche es gestattet lange Dateinamen (LFN, long file names) mit 64 Zeichen zu verwenden, mit Leerzeichen und akzentuierten Zeichen nach der Kodierung Unicode.
Das Format ISO 9660 Romeo ist eine Benennungsoption die von Adaptec vorgeschlagen wurde, und also unabhängig ist von Format Joliet, welches es gestattet Dateien zu speichern deren Namen bis zu 128 Zeichen enthält, aber nicht nicht die Kodierung Unicodeträgt.
Das Format ISO 9660 RockRidge ist eine Benennungserweiterung zum Format ISO 9660 welches ihm erlaubt mit dem Dateisystem UNIX kompatibel zu sein.
Um den Einschränkungen des Formats ISO 9660 entgegen zu wirken (die es insbesondere für DVD-ROM ungeeignet machen), hatOSTA (Optical Storage Technology Association) das Format ISO 13346entwickelt, bekannt unter dem Namen UDF (Universal Disk Format).
Ein CD-ROM-Laufwerk charakterisiert sich durch die folgenden Elemente :