Linux: Systemvorbereitung vor der Installation

notwendiges Material

In Minimalkonfiguration benötig Linux nicht den modernsten Computer :

  • mindestens einen 386SX-Prozessor
  • 4Mo RAM-Speicherkapazität (8Mo sind empfehlenswert)
  • ein Festplattenkontroller und eine Platte mit 20Mo freier Speicherkapazität (100Mo sind empfehlenswert)
    (Linux ist in der Praxis in der Lage ab einer einfachen Diskette zu funktionieren)
  • ein CD-ROM Laufwerk
Was die Annex-Peripheriegeräte angeht, haben die auf dem Mark verbreiteten Komponenten sehr viel mehr Chancen von Linux gedultet zu werden...

Voraussetzungen

Linux kann zusätzlich zu dem schon auf Ihrer Maschine installierten Betriebssystem installiert werden.
Bevor die Installation gestartet wird, muss sicher gestellt werden, dass das Dateisystem gesund ist, indem ein Programme wie scandisk oder chkdsk verwendet wird um die Integrität des Laufwerks zu prüfen, denn Linux benutzt die Platte sehr viel stärker als DOS z.B.

Installationsphasen

Die Installation von Linux geschieht in mehreren Phasen, in denen erst ein Dateisystem erstellt wird, das von Linux erkannt wird (ext2fs), auf einer oder mehrerer zugeordneter Partitionen, bevor die richtige Installation anfängt. Abschließend wird der Kern konfiguriert bevor die Systemeröffnung ab der der Platte erfolgt, die Etappen sind demnach die folgenden :

  • Erstellung einer Systemeröffnungsdiskette
  • Systemeröffnung ab der Diskette
  • Erstellung der Hauptpartition der Festplatte
  • Erstellung der swap-Partition
  • Erstellung des Dateisystems
  • Installation von Linux
  • Konfiguration des Kerns
  • Neueröffnung des Systems

Erstellung der Disketten boot und root

Dank dieser Disketten mit denen das System unter Linux mit einem minimalen Kern eröffnet werden kann, kann Linux installiert werden. Diese Disketten werden mit Hilfe eines Programms erstellt, das die Kopie von Bild-Dateien (Datenzusammenstellung die auf Diskette soll) auf Diskette erlaubt. Von diesen Disketten gibt es zwei :

  • Boot-Diskette: enthält den Linux-Kern für die Systemeröffnung
  • Root-Diskette: enthält das Installationsprogramm
Die auszuwählenden Bild-Datei hängt in jedem dieser Fälle von der Konfiguration Ihres Systems ab, sie heißt :
  • scsi, im Falle eines SCSI-CD-ROM-Laufwerkes
  • sbpcd, im Falle eines Panasonic CD-ROM-Laufwerkes oder Anschluss an ein Sound Blaster Pro
  • nec260, im Falle eines Nec 260 CD-ROM-Laufwerkes
  • Mitsumi, im Falle eines Mitsumi CD-ROM-Laufwerk
  • cdu31a, im Falle eines Sony CDU31 oder CDU33a CD-ROM-Laufwerkes
  • cdu535, im Falle eines Sony CDU531 oder CDU535 CD-ROM-Laufwerkes
jetzt müssen Sie nur noch für jede der Bild-Dateien (boot und root) in das Verzeichnis gehen, welches die richtige Bild-Datei enthält, und folgende Zeile eingeben "\rawrite", das Programm erfragt dann den Namen der Bild-Datei (scsi z.B. für die Bild-Datei der Boot-Diskette), und dann das Laufwerk (a:)

Sie können eventuel eine zusätzliche Diskette für einen späteren Gebrauch erstellen (z.B. wenn Sie planen eine SCSI-Karte zu kaufen und bisher ein IDE CD-ROM-Laufwerk haben...).

Systemeröffnung ab der Diskette boot

Wenn die Disketten fertig sind, lassen Sie den Computer neu hochfahren, nachdem Sie die Boot-Diskette in das Laufwerk a geschoben haben:.
Nach Anzeige einiger Meldungen, zeigt das System folgende Zeile an: "boot:", drücken Sie auf Eingabe um fortzufahren.
Das System verlangt anschließend die Root-Diskette

Erstellung der Partitionen

Um Linux benutzen zu können, müssen Sie eine Partition erstellen (besser über 900Mo, um alle Optionen installieren zu können), die das Dateisystem "Linux Ext2" benutzt und (eventuell) auch eine Partition swap (virtueller Speicher, d.h. einen Teil der Festplatte, im Falle von mangeldem Arbeitsspeicher) von mehreren Duzend Mo.

Sie können eventuell auch andere Partitionen schaffen, die Sie einem besonderen Datentyp zuordnen, wie z.B. eine Partition für Ihre Dokumente, eine für , ihre Dienstprogramme ...

Die Erstellung von Partitionen kann auf verschieden Weisen geschehen :

  • Unter einem Microsoft-System, vor der Systemeröffnung mit der Boot-Diskette :
    • Unter Windows 9x, mit der Software Partition Magic 4 können die Partitionen ext2fs und swap sehr leicht erstellt werden, ohne sich auf der Platte befindliche Daten zu verlieren
    • Unter MS-DOS, mit der Software fdisk die zur Standardausstattung gehört und ergonomischer ist als das gleichnamige Programme, welches mit Linux geliefert wird
    • Es gibt auch ein DOS-Dienstprogramme, genannt fips mit dem, in nicht-destruktiver Art, Operationen in Partitionen unter Linux durchgeführt werden können
  • nach der Systemeröffnung. Je nach Distribution ist die Installationsprozedur unterschiedlich :
    • mit Distributionen des Typs Slackware müssen die Befehle manuell eingegeben werden, d.h. nacheinander partitionieren, formatieren, ein Dateisystem erstellen und installieren
    • mit den Distributionen des Typs RedHat, sind diese Operationen automatisiert, Sie müssen nur auf Fragen antworten…

Während der Erstellung der Partitionen, wird man Sie sicher nach dem Typ der zwei vorhergehenden Partitionen frage, es handelt sich um :

  • den Typ 82 für den Sekundärspeicher
  • den Typ 83 für die Hauptpartition

  • Die Hauptpartition muss sich im Plattenintervall zwischen dem ersten und dem 1023àme Zylinder befinden!
  • Notieren Sie auf einem Papier die Grösse (in Blockanzahl) der Hauptpartition und der swap-Partition, denn sie werden sie später brauchen

Erstellung eines Dateisystems

Unter gewissen Distributionen wird die Erstellung eines Dateisystems vor dem Start der Installation verlangt (dies ist nicht der Fall, u.a., bei den Distributionen RedHat 5.2 und Mandrake 6.0, bei denen alle folgenden Operationen mit Menüs automatisiert sind).
Wenn Sie die Hauptpartition und die sekundäre Speicherpartition (swap-Partition) geschaffen haben, muss der Sekundarspeicher aktiviert, und das Dateisystem der Hauptpartition erstellt werden.

Die Aktivierung des Sekundarspeichers erfolgt mit dem Befehl :

mkswap -c partition taille
Für einen Sekundarspeicher z.B. der 10000 Blocks auf der zweitent Partition der zweiten Platte (hdb2) benutzt, wäre der Befehl folgender :
mkswap -c /dev/hdb2 11000
Dann ermöglicht der Befehl swapon Die Partition zu aktivieren

Die Erstellung des Dateisystems ext2fs erfolgt durch folgenden Befehl :

mke2fs -c partition taille
z.B. :
mke2fs -c /dev/hda2 202137
Letzte Änderung am Mittwoch April 1, 2009 02:16:21 von Jeff
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