Ein DNS (Namensserver) ist ein Server, der den IP-Adressen der Computer eines Netzwerks Namen zuteilt. Um einen solchen Server einzurichten, muss man zunächst bindund named installieren. Diese können heruntergeladen werden, als RPM-Dateien (bei Mandrake handelt es sich um bind-8.2.2P5-1mdk.i586.rpmund nameserver-6.0-3mdk.noarch.rpm, für andere Distributionen können sie auf freshmeat.net oder rpmfind.net heruntergeladen werden)
Der Server tuxserver (mit der IP-Adresse 192.168.1.1) wird als Namensserver konfiguriert, damit die Clients (ein Rechner, der unter Linux läuft, mit der IP Adresse 192.168.1.20 und einer unter Windows, mit der IP Adresse 192.168.1.30 - die Subnetzmaske ist 255.255.255.0) auf verschiedene Dienste zugriefen können, mit den folgenden Namen :
DieInstallation von RPM-Packages ist sehr einfach. Man gibt lediglich die folgenden Befehle ein :
rpm -ivh bind-8.2.2P5-1mdk.i586.rpm rpm -ivh caching-nameserver-6.0-3mdk.noarch.rpm
Vor der Konfiguration des Namensservers müssen Sie die Datei /etc/resolv.conf edietieren, den Domainnahmen Ihrer Wahl angeben (hier tuxdomain) und den lokalen Rechner (durch die IP der lokalen Schleife - 127.0.0.1) als Namensserver deklarieren.
Daher muss man auf die Anwesenheit der folgenden Zeilen in der Datei achten /etc/resolv.conf :
domain tuxdomain nameserver 127.0.0.1
Nach der Installation von bind und named, kann die Zuteilung des Domainnamens tuxdomain erfolgen, durch Veränderung der Datei /etc/named.conf :
options {
directory "/var/named";
};
//
// Deklarierung der Zone für den reversen Lookup
//
zone "0.0.127.in-addr.arpa" {
type master;
file "named.local";
};
zone "1.168.192.in-addr.arpa" {
notify no;
type master;
file "tuxdomain.rev";
};
//
// Deklaration für die Resolution des Domainnamen
//
zone "tuxdomain" {
notify no;
type master;
file "tuxdomain";
}
Der erste Teil dient dem reversen Lookup, also dazu, den Namen eines Computers über seine IP-Adresse herauszufinden.
Verändern Sie dann die Datei named.local im Verzeichnis /var/named :
@ IN SOA tuxserver.tuxdomain. root.tuxserver.tuxdomain. ( 1997022700 ; Serial 28800 ; Refresh 14400 ; Retry 3600000 ; Expire 86400 ) ; Minimum IN NS tuxserver.tuxdomain. 1 IN PTR localhost.
Erzeugen Sie dann im Verzeichnis /var/named eine Datei tuxdomain mit dem Inhalt :
@ IN SOA tuxserver.tuxdomain. root.tuxserver.tuxdomain. ( 1997022700 ; Serial 28800 ; Refresh 14400 ; Retry 3600000 ; Expire 86400 ) ; Minimum TXT "Primärer DNS Server" NS tuxserver NS tuxserver.tuxdomain. MX 10 tuxserver MX 20 tuxserver.tuxdomain. localhost A 127.0.0.1 tuxserver A 192.168.1.1 www CNAME tuxserver smtp CNAME tuxserver pop CNAME tuxserver news CNAME tuxserver tux A 192.168.1.20 win A 192.168.1.30 ...
Mit MX lässt sich der SMTP-Servername festlegen. In diesem Fall beherbergt der Server tuxserver alle Dienste.
Für das reverse Lookup erzeugt man eine Datei mit dem Namen tuxdomain.rev in /var/named , die die reverse Lookup-Tabelle enthält :
@ IN SOA tuxserver.tuxdomain. root.tuxserver.tuxdomain. ( 1997022700 ; Serial 28800 ; Refresh 14400 ; Retry 3600000 ; Expire 86400 ) ; Minimum IN NS tuxserver.tuxdomain. 1 IN PTR tuxserver.tuxdomain. 20 IN PTR tux.tuxdomain. 30 IN PTR win.tuxdomain. ...
Der Dämon named (ein Dämon ist eine Anwendung, die ständig im Hintergrund läuft) kann manuell gestartet werden, mit dem Befehl :
/etc/rc.d/init.d/named startDamit der Dämon named automatisch beim Hochfahren des Rechners startet, ist es nützlich, Links zu erzeugen, über die Befehle
chkconfig --level 345 named on chkconfig --level 0126 named off
Um die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, sollte man die anderen Rechner des Netzwerks "pingen", mit dem Befehl :
ping tux