| LetzteZertifikate | Die Chiffrierung von Vigenere | NächstEnigma |
Die Chiffrierung von Vigenère ist ein symmetrisches Kryptosystem, das
bedeutet, zum Chiffrieren und Dechiffrieren wird der selbe Schlüssel benutzt.
Die Chiffrirung von Vigenère ähnelt stark der Caesar-Verschlüsselung,
mit dem Unterschied, dass ein längerer Schlüssel benutzt wird, um das
Hauptproblem der Caesar-Verschlüsselung zu lösen: die Tatsache, dass ein
Buchstabe nur auf eine Weise codiert werden kann.
Dafür benutzt man ein Schlüsselwort statt einem einfachen Zeichen.
Zuerst wird jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet.
| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
Der Text wird mit einem Wort codiert, indem jedem Buchstaben der Buchstaben eines sogenannten Schlüsselworts angefügt wird. Dieses wird durchlaufend vis-a-vis vom zu chiffrierenden Text angefügt, dann wird der ASCII-Code von jedem seiner Buchstaben zu dem zu verschlüsselnden Text hinzugefügt. Ein Beispiel: der Text "rendezvousamidi" wird mit dem Schlüsselwort bonjour folgendermaßen codiert :
Originaltext :
| r | e | n | d | e | z | v | o | u | s | a | m | i | d | i |
| 114 | 101 | 110 | 100 | 101 | 122 | 118 | 111 | 117 | 115 | 97 | 109 | 105 | 100 | 105 |
Schlüsselwort:
| b | o | n | j | o | u | r |
| 98 | 111 | 110 | 106 | 111 | 117 | 114 |
Verschlüsselter Text
| r+b | e+o | n+n | d+j | e+o | z+u | v+r | o+b | u+o | s+n | a+j | m+o | i+u | d+r | i+b |
| 114 + 98 | 101 + 111 | 110 + 110 | 100 + 106 | 101 + 111 | 122 + 117 | 118 + 114 | 111 + 98 | 117 + 111 | 115 + 110 | 97 + 106 | 109 + 111 | 105 + 117 | 100 + 114 | 105 + 98 |
Zum Entschlüsseln der Nachricht benötigt man nur das Schlüsselwort zum Ausführen der inversen Chiffrierung, dies geschieht durch eine Substraktion.
Obwohl diese Methode weitaus sicherer ist, als die Caesar-Chiffrierung, kann sie dennoch leicht geknackt werden. Sind die Nachrichten viel länger als der Schlüssel, kann man die Länge des Schlüssels ausfindig machen und für jede Sequenz der Länge des Schlüssels die Häufigkeit der Buchstaben zu ermitteln, dadurch lassen sich die Buchstaben des Schlüsselworts einzeln ermitteln...
Um diesem Problem entgegenzuwirken kann man einen Schlüssel verwernden,
dessen Größe ungefähr der Größe des Textes entspricht, wodurch statistische
Berechnungen am verschlüsselten Text unwirksam werden. Diese Methode
nennt man
System mit Wegwerf-Schlüssel. Das Problem dieser Methode ist
die Länge des Chiffrierschlüssels (je länger der zu chiffrierende Text, desto größer
muss der Schlüssel sein), die das Merken erschwert und eine höhere
Fehlerwahrscheinlichkeit im weitaus längeren Schlüssel mit sich bringt (ein einziger
Fehler, und der Text kann nicht entschlüsselt werden...).
Letzte Änderung am Montag 4 Mai 2009 à 15:00:01.