Einführung zu Trägerfrequenzanlagen (TFA)

TFA-Technologie
Introduzione alle correnti portatrici in linea (CPL) Introdução às correntes portadoras em linha (CPL) Introduction aux courants porteurs en ligne (CPL) Introducción a las comunicaciones a través de la red eléctrica ( Introduction to power line communications (PLC)

Einführung zu TFA

Unter dem Begriff « Trägerfrequenzanlagen » versteht man alle Technologien, die den Zweck haben, Informationen mit hoher oder niedriger Bandbreite mittels fortgeschrittener Modulationstechniken über elektrische Leitungen laufen zu lassen.

Je nach Land, Institution, Unternehmen, gibt es verschiedene Bezeichnungen für Trägerfrequenzanlagen.

  • TFA (Trägerfrequenzanlagen)
  • PLC (Powerline Communications)
  • PLT (Powerline Telecommunication)
  • PPC (Power Plus Communications)

Kurzer geschichtlicher Abriss der TFA

Technologien, die zur Kommunikation Stromleiter nutzen, gibt es schon lange. Lange Zeit wurden Sie allerdings nur mit niedrigen Bandbreiten verwendet, für ferngesteuerte Relais, öffentliche und private Beleuchtungsanlagen.

Erst Ende der 90er Jahre gab es TFA für hohe Bandbreiten 1990  :

  • 1950 : Frequenz 10 Hz, Stärke 10 kW, einseitig gerichtet : Stadtbeleuchtung, Fernsteuerung von Relais
  • Mitte der 80er : erste Recherchen zur Verwendung des Stromnetzes als Medium zur Datenübertragung, auf Bandbreiten von 5 – 500 kHz, immer noch einseitig gerichtet.
  • 1997 : erste Tests zur beidseitigen Übertragung von Datensignalen über das Stromnetz, Beginn der Recherchen für Ascom (Schweiz) und Norweb (UK).
  • 2000 : erste Versuche in Frankreich von EDF R&D und Ascom.

Funktionsprinzip

Mit der Breitband-TFA-Technologie lassen sich informatische Daten über das Stromnetz übertragen, so kann man ein vorhandenes lokales Netzwerk erweitern oder einen vorhandenen Internetzugang über Steckdosen freigeben, und zwar durch die Installation spezieller Geräte.

Das Prinzip der TFA besteht darin, das elektrische Signal von 50 Hz mit einem anderen Signal zu überlagern, das eine höhere Bandbreite (1,6 bis 30 Mhz) und niedrige Energie hat. Dieses zweite Signal wird über die Stromleitung transferiert und kann anderswo empfangen und decodiert werden. Das TFA Signal wird von jedem TFA-Empfänger erhalten, der sich am selben Stromnetz befindet.

Ein Kuppler, der an den Eingängen der TFA-Empfänger liegt, eliminiert vor Bearbeitung des Signals die Elemente mit niedriger Frequenz.

Rechtliche Umstände und Regelungen

Jede Technologie, die auf einer bestimmten Bandbreite arbeitet, muss in einen rechtlichen Rahmen fallen. TFA-Netzwerke sind elektrische und telekommunikations-Netzwerke zugleich, daher ist es schwer, sie einem Rahmen einzuordnen. Es gibt noch keine genaue Regelung im Bezug auf TFA-Ausstattung und -Netzwerke. Es wird gerade daran gearbeitet, mit dem PLC Forum undETSI, aber es wurden noch keine Ergebnisse veröffentlicht.

Daher ist die Einrichtung von TFA-Netzwerken nicht reguliert, was Installationen hinter privaten Zählern betrifft (« Indoor » oder « InHome » genannt), sofern keine Schäden angerichtet werden - wenn doch, muss die Hardware entfernt werden. Was Installationen im Außenbereich betrifft (« outdoor » genannt), bei denen das Signal beim HVA/LV Transformator zur Erzeugung lokaler elektrischer Schleifen eingeschleust wird, benötigt man eine Testgenehmigung von der Telekommunikations-Aufsichtbehörde, da die Technologie noch in der Entwicklungsphase ist und noch keine Normen existieren.

Standardisierung

Es gibt einen einzigen Standard, dieser stammt aus Amerika : der Homeplug V1.0.1 Standard. Er betrifft nur « indoor »-Installationen und kann nicht für die « outdoor »-Lösungen verwendet werden, die zum jetzigen Zeitpunkt existieren. Neue Standards erscheinen wahrscheinlich in einigen Monaten oder Jahren.

N.B. : Alle Geräte, die zum jetzigen Zeitpunkt am Markt verfügbar sind, sind « Homeplug »-Produkte.

Artikel geschrieben von Françoise Cacciaguerra – November 2003

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