Mai 2013
Vorstellung der Peer-to-Peer Architektur
Eine Architektur des Typs Peer-to-Peer hat, im Gegensatz zu einer Architektur des Typs Client/Server, keinen dedizierten Server. Jeder Computer in solch einem Netzwerk ist teils Server, teils Client. Das bedeutet, dass jeder Computer des Netzwerks seine Ressourcen freistellen kann. Ein Computer, der mit einem Drucker verbunden ist, kann diesen also freigeben, damit alle anderen Computer über das Netzwerk darauf zugreifen können.
Nachteile von Peer-to-Peer Netzwerken
Peer-to-Peer Netzwerke haben unzählige Nachteile :
- das System ist überhaupt nicht zentralisiert und damit sehr schwer zu administrieren
- es gibt kaum Sicherheit
- kein einziges Glied im System ist verlässlich
Daher sind Peer-to-Peer Netzwerke nur bei einer geringen Anzahl
an Computern sinnvoll (ungefähr zehn), und für Anwendungen, für die keine hohe Sicherheit erforderlich ist
(für ein geschäftliches Netzwerk mit kritischen Daten ist es daher nicht empfehlenswert)
Vorteile der Peer-to-Peer Architektur
Die Peer-to-Peer Architektur hat dennoch einige Vorteile, wie :
- geringe Kosten (die Kosten, die in ein solches Netzwerk fließen sind die für
Hardware, Kabel und Instandhaltung)
- bewährte Einfachheit
Einrichtung eines Peer-to-Peer Netzwerks
Peer-to-Peer Netzwerke benötigen nicht die gleichen Leistungs- und Sicherheitsniveaus wie Netzwerk-Software für
bestimmte Server. Daher kann man Windows NT Workstation, Windows für Arbeitsgruppen oder Windows 95 verwenden, da all diese Betriebssysteme alle Funktionen beinhalten, die für Peer-to-Peer Netzwerke erforderlich sind.
Die Einrichtung einer solchen Netzwerkarchitektur beruht auf Standard-Lösungen :
- Die Computer werden am Arbeitsplatz der User aufgestellt
- Jeder User ist sein eigener Administrator und selbst für seine Sicherheit zuständig
- Für die Verbindungen verwendet man ein einfaches und überschaubares Verkabelungssystem
Es handelt sich um eine Lösung, die in der Regel für Umgebungen mit
den folgenden Kennzeichen ausreichend ist :
- Weniger als 10 User
- Alle User liegen in der selben geografischen Zone
- Sicherheit ist kein zentrales Problem
- Weder das Unternehmen, noch das Netzwerk, werden in näherer Zukunft signifikante Änderungen durchmachen
Administration eines Peer-to-Peer Netzwerks
Ein Peer-to-Peer Netzwerk kommt den Bedürfnissen eines kleinen Unternehmens entgegen, kann sich aber in bestimmten Umgebungen als ungeeignet herausstellen.
Folgende Fragen sind zu klären, bevor die Entscheidung über den Netzwerk-Typ getroffen wird :
Der Begriff "Administration" umfasst :
- Die Verwaltung von Usern und Sicherheit
- Zur Verfügung stellen von Ressourcen
- Instandhaltung der Anwendungen und Daten
- Installation und Updates der User-Software
In einem typischen Peer-to-Peer Netzwerk gibt es keinen Administrator. Jeder User ist Administrator für den eigenen Rechner.
Andererseits können die User ihre Ressourcen freigeben, wie es ihnen gefällt
(Daten in gemeinsamen Verzeichnissen, Drucker, Faxkarten, etc.)
Sicherheitskonzepte
Die minimale Sicherheitspolitik besteht darin, eine Ressource mit einem Passwort zu
versehen. Die User eines Peer-to-Peer Netzwerks legen ihre eigene Sicherheitsstufe
fest. Da alle freigegebenen Dateien auf allen Computern vorhanden sein können, ist
zentralisierte Kontrolle schwer umzusetzen. Dadurch entsteht auch ein globales
Sicherheitsproblem, da manche User ihre Ressourcen überhaupt nicht schützen.
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